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Antiaggressionstraining

Der Ansatz des Communio-AAT’s

Die Ausgestaltung des Anti-Aggressions-Trainings orientiert sich am Communio-Ansatz. Wir verstehen Gewalt als soziale Handlung, also als kommunikatives Ereignis, dem dann soziale Bedeutung im Nachgang zugeschrieben wird. Ob etwas an und für sich Gewalt darstellt, lässt sich nur sozial beschreiben. Das Phänomen jugendlicher Gewalt hakt dabei ein, in das Problem der Fragmentierung der Persönlichkeit, des eigenen Ichs, in einer funktional differenzierten Gesellschaft. Jugendliche werden nicht mehr schichtintern betreut, familiäre Relevanzen reduzieren sich. Die Jugendlichen werden mit einer reduzierten sozialen Attraktivität konfrontiert, die einerseits eine Folge des Aussetzens der schichtinternen, oder familiären Relevanzmarkierung ist. Andererseits stehen den gewaltbereiten Jugendlichen nicht ausreichende soziale Kompetenzen zur Verfügung, um den aktuellen sozialen Erwartungen zu entsprechen. Die Jugendlichen finden sich fortlaufend in Überforderungssituationen wieder, in denen das Umschalten auf Gewalt als Lösung produziert wird. Gewalt ist also die Lösung auf das aktuelle Problem der „Sprachlosigkeit“ – unterkomplexe soziale Möglichkeiten werden ersetzt, durch den Zugriff auf Gewalt.

 

Der Ansatz des Communio-AAT setzt am Inklusions/Exklusions-Schema an. Das Inklusions/Exklusions-Schema zeigt auf, wie Personen in einer Gesellschaft konstruiert werden und in welchem Maße sie an gesellschaftlicher Kommunikation teilnehmen können, bzw. von ihr betroffen werden.

Unser Ansatz zielt darauf ab, die soziale Relevanz der Jugendlichen zu erhöhen. Die defizit-orientieren Überlegungen der althergebrachten AAT-Ansätze sind für uns nicht relevant, da diese nicht den theoretischen Grundlagen unserer Arbeit entsprechen. Vielmehr beobachten wir entlang des Inklusions/Exklusions-Schema die sozialen Relevanzmarkierungen der Jugendlichen. Gewalt ist für uns also der Ausdruck einer Nicht-Relevanz-Markierung – die Umstellung der Kommunikation durch den Einsatz von Gewalt hat demnach zum Ziel, die soziale Attraktivität der Mandanten zu erhöhen.

Mittels der Kurs-Inhalte sollen die Teilnehmer erlernen, wie sie Exklusionsdriften begegnen und ihre soziale Relevanz erhöhen können, ohne dabei Kommunikation auf Gewalt umstellen zu müssen.

PDF: AAT 2015

 

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